Katzenmütter

14.05.2017 12:38
Das Muttersein ist eine schöne und manchmal auch eine herausfordernde Aufgabe. Dies zeigt sich nicht nur bei uns Menschen sondern auch in der Welt der Katzen...

So richtig los geht’s mit der Geburt, denn ab diesem Zeitpunkt dreht sich das Leben der Katzenmutter nur um das Wohlergehen ihres Nachwuchses. Zumeist kümmert sich das Weibchen allein um ihre Welpen. Lebt das Muttertier jedoch in einem Familien- bzw. Rudelverband so kommt es vor, dass sich auch andere Weibchen um den Nachwuchs kümmern. Dies ist z.B. bei Hauskatzen , wildlebenden Katzen als auch bei Löwen der Fall.

In den ersten Lebenswochen leben die Welpen ausschließlich von Muttermilch, danach werden sie langsam an feste Nahrung gewöhnt. Ab diesen Zeitpunkt bringt die Mutter zuerst tote Beutetiere in das Nest und bietet sie den Nachwuchs an. Einige Zeit später bringt das Muttertier lebende Beutetiere mit, um anhand dieser ihren Jungen zu zeigen wie man diese belauert, jagt und effizient tötet. Dieses Verhalten wiederholt das Weibchen solange, bis die Kleinen diese überlebenswichtigen Techniken vollends beherrschen. Danach nehmen die Jungen auch selbst an der Jagd teil und erhalten dabei den nötigen Feinschliff.

Die kleinen Katzen lernen jedoch nicht nur was zu tun ist, wenn der Magen knurrt, sondern auch wie man richtige Körperpflege praktiziert. Zu Beginn können dies die Kleinen noch nicht und werden vom Muttertier gewaschen (nicht nur wegen der Hygiene, sondern auch um den Verdauung der Welpen in Gang zu bringen). Da die Kitten durch die Vorbildwirkung der Mutter lernen, zeigt ihnen diese später immer wieder vor, wie die perfekte Katzenwäsche auszusehen hat. Doch nicht nur Hygiene ist für Katzen wichtig, sondern auch die Einhaltung von sozialen Spielregeln. In diesem Punkt ist die Katzenmutter eine liebevolle, aber auch strenge Lehrerin. Die Beherrschung der kätzischen Kommunikation ist schließlich von enormer Bedeutung, da es im schlimmsten Fall -vor allem bei Großkatzen- über Leben und Tod entscheiden kann...

Doch die Mutterrolle beinhaltet nicht nur die Fütterung, Lehrtätigkeit und Pflege des Nachwuchses, sondern auch gegebenenfalls dessen Verteidigung. Da sich vor allem das Katzenweibchen um die Aufzucht der Jungen kümmert, wird das Männchen im Revier grundsätzlich nicht gern gesehen. Nach der Paarung wird das Männchen zu einem potentiellen Feind des Nachwuchses. Ausnahmen hierzu bilden eventuell Zuchtkater, aber auch hier besteht das Risiko das sich das Männchen gegen den Nachwuchs stellt und ihn angreift. Eine weitere Ausnahme aus dieser „Norm“ stellt der Löwe dar: Das Alpha-Männchen des Löwenrudels ist zugleich der Vater sämtlicher Jungen, das hat nicht nur die Akzeptanz der Weibchen zur Folge sondern auch das von diesem Männchen keinerlei Gefahr für die Kleinen ausgeht... Fremde Löwenmännchen werden allerdings als Feinde angesehen.

Nach einigen Monaten, nachdem die Mutter und ihre Jungen alle Gefahren gut überstanden haben und alles was es zu lernen gab, gelernt ist wird es für die Jungen Zeit selbstständig zu werden... Nun müssen sich die Jungtiere ein eigenes Revier suchen und ihrer Wege gehen, doch Dank der Fürsorge ihrer Mutter sind sie bestens auf ein Leben als „große Katze“ vorbereitet...:)

Während ich diesen Artikel geschrieben habe, wurde mir bewusst, dass es doch einige wichtige Parallelen zwischen Katzen- und Menschenmüttern gibt... Denn will nicht jede Mutter das Beste für ihr Kind? Ist denn nicht jede Mutter um das Wohlergehen ihres Nachwuchses besorgt? Würde nicht jede Mutter ihr Kind zur Not mit dem Leben verteidigen? Ich denke schon... In diesem Sinn ein Hoch auf alle Menschen- und Katzenmütter! :)
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