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Katzenalltag - gute Zeiten und schlechte Zeiten - Royals auf 4 Pfoten Katzenblog

Katzenalltag - gute Zeiten und schlechte Zeiten

24.10.2021 12:59
Seit einiger Zeit denke ich darüber nach, was das Zusammenleben mit Katzen so alles ausmacht… Immer wieder höre ich warum Menschen zufrieden bzw. unzufrieden sind im gemeinsamen Alltag mit Katzen. Dies hat mich zu diesem Artikel inspiriert…

Gute Zeiten, ja da ist die Welt immer in Ordnung! In diesen Zeiten gibt es keine Probleme, denn alles läuft, wie ich sage, im „Honeymoon-Modus“ ab. Die Katze ist gesund, verhält sich so, wie es uns gefällt und wir alle sind rundherum zufrieden.

Ich glaube, dass ich die guten Zeiten nicht extra groß beschreiben muss, denn wenn immer alles passen würde, dann würde ich diesen Artikel wahrscheinlich gar nicht schreiben… ;-)

Jetzt kommt´s: die schlechten Zeiten! Manchmal erscheint es, als würden sie vom heiteren Himmel über uns hereinbrechen und wirbeln unser Leben und das unserer Fellnäschen durcheinander! Zumeist werden schlechte Zeiten im gemeinsamen Leben mit Krankheit verbunden, doch dies ist manchmal nicht der einzige Grund, dass etwas nicht klappt. Weitere Gründe können sein, dass Beziehungen/Familien auseinanderbrechen, dass eine Naturkatastrophe über das zu Hause hereinbricht, dass man selbst mit finanziellen, gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat… Ihr seht, dass Leben ist keine gerade Schnur und es kommt nicht immer so wie man plant und denkt!

Doch wie mit diesen schlechten Zeiten umgehen? Was machen, wenn es nicht so läuft wie es soll? Diese Fragen habe ich mir schon des Öfteren gestellt. Die Antworten zu denen ich gekommen bin, sind echt keine allgemeine oder universelle Lösung! Ich habe sie für mich persönlich gefunden, dennoch ist vielleicht die eine oder andere Idee dabei, die ihr als Denkanstoß nutzen könnt…

Einer der häufigsten Gründe, warum die Zeiten im gemeinsamen Leben nicht gut sind, ist eine Krankheit/Verletzung der Katze. Dann ist man oft ganz schnell mittendrin anstatt nur dabei! Denn zu der Sorge um das Wohlergehen des Fellnäschen kommt es oft auch ganz schnell zu finanziellen Sorgen: „Wie bezahle ich jetzt die ganzen Tierarztrechnungen?“ „Na super, jetzt kommt alles zusammen: die Schullandwoche der Kinder, das Auto in der Werkstatt und jetzt auch noch der Tierarzt!“ „Wenn das so weiter geht, muss ich mir ja noch einen Kredit aufnehmen und ich krieg keinen, denn ich/wir haben ja schon einen für´s Haus/Wohnung!“ Ich kenne diese Gedanken und noch ein paar andere, in diesem Zusammenhang! Es ist wirklich nicht einfach! Eine perfekte oder allgemein gültige Lösung gibt es daher nicht…
Auch ich war schon in so einer Situation, als ich gerade von zu Hause auszog. Ich hatte gutes Geld in die Wohnung und mein selbstständiges Leben investiert und da passierte es: Ein paar Stunden bevor die Fenstergitter montiert wurden, stürzte mein Kater Feli aus dem Fenster… Das hieß, ab zum Tierarzt und ich kann Euch sagen, dass die Kosten meine restlichen Ersparnisse verschlangen, die ohnehin schon durch alle Wohnkosten sehr strapaziert waren. Ich war natürlich nicht begeistert, aber selbstverständlich war es mir mein Fellnäschen wert! Darüber gibt es keine Diskussion!

Nun hatte ich aber das Problem, dass keine Reserve mehr da war! Was also tun? Auf der einen Seite hatte ich/wir das Glück, dass alles halbwegs gimpflich ausging, aber was wäre, wenn nochmals was passiert? (zwar kein Fenstersturz mehr, aber Krankheit oder Unfall?) So komisch oder altmodisch es klingt: ich habe damals begonnen, mir jeden Monat ein paar Euro (zwischen 10 und 50) auf die Seite zu legen für diesen Fall! In Monaten wo mehr Geld übrig war, habe ich dann noch etwas mehr auf die Seite gelegt. Hat es was gebracht? Oja, auf jeden Fall, denn als bei Feli das Katzenaids ausbrach, war ich echt heilfroh, dass ich das Geld gespart hatte! Denn bei Katzenaids konnten nur die Symptome behandelt werden und nicht die Krankheit selbst, dass hieß das wir regelmäßig in der Tierarztpraxis zu Gast waren, doch mit dem Ersparten, war wenigstens die finanzielle Situation abgefedert! Dies hat sich später auch bei meiner Katzendame Nero als gut erwiesen, denn sie hatte Leukämie und da waren wiederum viele Behandlungen notwendig… (Dieses Sparen, kann man auch sehr gut auf alle anderen Lebensbereiche anwenden… :-)

Sollte man gerade in der Situation sein, dass man noch nichts ansparen konnte bzw. das ersparte aufgebraucht ist, dann sollte man sich nicht zu stolz sein und Menschen seines Vertrauens über die Sache zu informieren und wenn notwendig sie um Hilfe zu bitten! Oft würde die Sache vielleicht nicht so arg werden, wenn man sich rechtzeitig an einen Freund/Familienmitglied wendet und um Unterstützung ersucht. Denn es zeichnet sich doch des Öftern ab, dass die Kosten für die Tierarztbehandlung steigen. Auch wenn der vertraute Mensch vielleicht nicht finanziell helfen kann, kann er doch bei einer Lösungsfindung mithelfen bzw. eine Idee haben, wo man sich hinwenden kann oder was man selbst machen kann! (z.B. könnten Freunde in der Zwischenzeit das Katzenfutter übernehmen oder einem selbst mit Essen aushelfen…)

Es geht aber auch anders herum: die Katze ist gesund, aber man selbst ist kränklich. Das muss jetzt nicht gleich eine schwere Krankheit sein, nein, manchmal reicht schon eine Verkühlung aus um den Alltag zu erschweren! Jeder kennt es, dass man bei einer Verkühlung froh ist, wenn man sich ausruhen kann und quasi nichts machen muss… Auch diese Situation kenne ich und habe hierzu meine Erfahrung gemacht: Ich war sehr stark verkühlt und echt froh, dass ich zu Hause sein konnte. Doch dann passierte es: das Katzenfutter ging aus! Also musste ich mich total verkühlt ins Geschäft schleppen und das Futter einkaufen… Das war vielleicht unangenehm! (noch sehr nett ausgedrückt!) Dann begann ich wieder zu überlegen, was ich hätte besser machen können und ja, es ist wieder ein altmodischer Ansatz dabei rausgekommen: Einfach mehr Katzenfutter besorgen, als die Katze/Katzen im Monat benötigen…
Ich habe es ausprobiert und es hat sich als sehr gute Lösung herausgestellt! Bei der nächsten Verkühlung/Unwohlsein war es eine große Erleichterung, meine Katzen gut versorgt zu wissen und hat mir geholfen, dass ich mich besser ausruhen konnte. Dies hat sich auch in der aktuellen Corona-Situation für die Zeit einer Quarantäne sehr gut bewährt! Denn auch wenn es noch so altmodisch klingt, die Wahrheit ist, dass Vorsorgen wirklich besser als nach sorgen ist…

Ein weiter Fall für schlechte Zeiten ist, dass sich etwas in unserem Alltag ändert. Da kann es dann schon des Öfteren passieren, dass sich auch das Verhalten der Katze/Katzen ändert… Das Fellnäschen wird unsauber, ihr Verhalten ändert sich (z.B. vom Schmuser zur Kampfkatze oder umgekehrt…), frisst vielleicht mehr oder auch gar nicht und so weiter und so fort. Was tun in dieser Situation?
Zuerst einmal: Was hat sich verändert? Es muss nicht gleich eine Trennung oder sowas in der Art sein! Es kann auch sein, dass man sich Sorgen um einen nicht im Haushalt lebenden Menschen macht, der gerade irgendwelche Probleme hat und man diesem Menschen helfen möchte. Dann kreisen die Gedanken um diese Sache und man ist zumeist emotional aufgewühlt bzw. unausgeglichen. Dies gilt übrigens auch bei bevorstehenden/laufenden Trennungen, Trauerfällen, Umzügen und allen sonstig möglichen belastenden, ungewohnten Situationen! Alle damit verbunden Gefühle, auch wenn man sie nicht zeigt, spüren unsere Katzen und jede von ihnen reagiert darauf anders!

Die eine Katze schmust sich zum Halter dazu und versucht durch Anschmiegsamkeit, die Probleme weg zu schnurren, die andere Katze wiederum pinkelt plötzlich überall anders hin als ins Katzenklo oder zerkratzt die Einrichtung. Dann gibt´s auch noch die Katzen, die aggressiv oder verängstigt reagieren. Ihr seht schon, da ist alles möglich… Doch was tun? Die Katze maßregeln? Zum Tierarzt? Ignorieren?
Ich habe so reagiert: Maßregeln kommt nicht in Frage, denn was sollte es bringen? Die Katze wollte auf etwas aufmerksam machen und ich musste herausfinden was es war! Ignorieren kam auch nicht in Frage, denn ignorieren eines Problems, vergrößert dieses noch!
Also musste ich eine andere Herangehensweise finden: Entweder war klar, was sich geändert hat, dann war es relativ einfach. Schwieriger war es, als es mir selbst nicht auffiel, dass etwas anders war. In der Lage, als es mir bewusst war (Trauerfall in der Familie), habe ich mir selbst zugestanden, dass ich auch nur ein Mensch bin und akzeptiert, dass auch ich einmal „Schwäche zeigen“ darf und es zulasse (ohne schlechtes Gewissen), dass ich durch andere Menschen und deren Heiterkeit aus meiner Traurigkeit geholt werde…

In dieser Zeit, spürte mein Kater Feli, dass es mir nicht gut ging und wurde vom Schmuser zur Kampfkatze. Das war echt nicht schön, so manchen Kratzer habe ich heute noch als Erinnerung, aber das ist halt so! Zuerst habe ich ein paar Dinge versucht (mehr Aufmerksamkeit, mehr Zeit mit ihm zu verbringen…), doch es änderte sich nichts. Dann ging ich zum Tierarzt, doch der fand nichts, zum Glück. Also musste es irgendwas Seelisches sein, was meinen Kater aus der Reihe warf! Doch was? In dieser Zeit kam ich mit einem anderen Katzenhalter ins Gespräch und dieser äußerte die Vermutung, dass es etwas mit mir und meiner Situation (Trauerfall und den dementsprechenden Aufgaben, die ich zu erledigen hatte) zu tun haben könnte… Zuerst dachte ich: „Wie kann das sein?“ „Warum? Ich komme doch immer um die gleiche Uhrzeit nach Hause?“ „Ich kümmere und versorge meinen Kater doch mit allem was er liebt und braucht!?“ Und dann wurde es mir klar: Es stimmte schon, dass grundsätzlich unser normaler Alltag war, aber in Wirklichkeit war es nicht unser gewohntes Leben! In unserem gewohnten Alltag war ich nicht in Trauer, sondern grundsätzlich ein zufriedener und glücklicher Mensch…!
Es war nicht leicht sich einzugestehen, dass man nicht alles selbst lösen muss/kann, aber diese Erkenntnis hat mir geholfen. Ich bat meine Freunde und ein paar Familienmitglieder um Unterstützung bei den verschiedenen Wegen, die man in solchen Fällen machen muss und sprach über meine Gedanken und Gefühle (da war echt die ganze Gefühlspalette dabei) mit Menschen meines Vertrauens. Es half mir wirklich sehr und da erkannte ich, dass auch Feli wieder der Kater wurde, der er war! Des Weiteren erkannte ich, dass Katzen alle unsere Gefühle spüren und aufnehmen, aber manchmal von ihnen überschwemmt werden und dann nicht damit umgehen können… Seitdem, höre ich in mich hinein und lerne dadurch auch mich selbst und meine Bedürfnisse kennen, wie auch das nächste Bespiel zeigt:

Vor nicht allzu langer Zeit, fing meine Katze Mystery, aus mir nicht erkennbaren Gründen an laut und eindringlich zu miauen. Einfach so! Ich checkte, ob sie Hunger, Durst hatte und ob das Katzenklo in Ordnung war, ob sie vielleicht spielen wollte… aber es passte alles. Der Besuch beim Tierarzt verlief ohne Ergebnis, also schlussfolgerte ich, aus meiner o.a. Erfahrung, dass sich etwas bei mir verändert haben musste. Es dauerte eine Weile bis ich wusste warum Mystery miaute: Es war an einem Tag, als ich mir viel vorgenommen hatte. Haushalt, Wäsche, arbeiten für den Blog und für meinen Onlineshop und ein Familienbesuch stand an. Ich stand extra zeitig auf, damit ich ja auch alle meine Vorhaben erledigen konnte! Ich war so damit beschäftigt, alles in 24 Stunden hinein zu stopfen, dass ich vollkommen ignorierte, wie sehr mich dies alles anstrengte. An jenen Tag, um die Mittagszeit herum, ging das miauen wieder los. Dies passte so gar nicht in meinen Tagesplan. Ich versuchte es mit Streicheleinheiten, Leckerlis, ruhigen Worten… aber Mystery miaute laut, eindringlich und hörte einfach nicht auf! Sie saß auf der Couch und blickte mich an. Ich wusste mir nicht anders zu helfen und setzte mich zu ihr, um sie irgendwie zu beruhigen. In diesem Moment setzte Mystery sich auf meinen Schoß und fing sehr laut zu schnurren an. Ich war perplex, denn das passte für mich nicht zusammen. Während ich sie streichelte und sie schnurren hörte, merkte ich, wie müde ich von den Arbeiten geworden war… Doch ich wollte mit allem was ich mir vorgenommen hatte, fertig werden und hatte mir deshalb keine Pause zugestanden. Ich spürte, dass dies ein Fehler gewesen war! Während wir auf der Couch saßen, fühlte ich wie gut, diese Arbeitsunterbrechung tat und das ich danach mit meinen Vorhaben besser vorankam als gedacht… Also war meine Schlussfolgerung: Man braucht Pausen, egal was man erreichen möchte, denn wenn man ausgeruht ist, geht jede Arbeit viel besser, als wenn man die Sachen ermüdet angeht! Des Weiteren dachte ich zurück, an die Tage, an welchen Mystery „Dauer miaut“ hatte. Es waren tatsächlich Zeiten, zu welchen ich mir keine Pause gegönnt hatte und quasi am Zahnfleisch daher ging…

Ich beschloss um meiner selbst/Familie willen und Spirit und Mystery´s Willen, eine Änderung vorzunehmen! Seitdem höre ich wirklich auf mich selbst und mache Pausen bzw. nehme mir eine kleine Auszeit. Ich habe gelernt, dass es extrem wichtig ist, auf sich selbst, seine Wünsche und Bedürfnisse zu achten. Denn geht’s einem selbst gut, geht´s auch den Fellnäschen gut! Außerdem steigt durch die kleinen Päuschen, die man sich genehmigt nicht nur die Lebens- sondern auch die Qualität der Arbeit…

Dies ist nur ein kleiner Querschnitt aus dem Leben mit meinen Katzen und zeigt auf das es sowohl gute Zeiten und schlechte Zeiten gibt, aber wie zu Anfang bereits gesagt: Das Leben ist keine Schnur… :-)

Abschließend möchte ich sagen, dass man in den schlechten Zeiten, an die guten Zeiten denken soll! Klingt vielleicht etwas abgedroschen, aber es kann schon helfen, seine Sichtweise auf die Lösung einer Herausforderung zu lenken und eventuell mit dem notwendigen Abstand zu betrachten. Mir hilft dies recht gut in schlechten Zeiten, sodass die guten Zeiten umso schöner werden! :-)

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