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Neros unerwarteter Spaziergang - Royals auf 4 Pfoten Katzenblog

Neros unerwarteter Spaziergang

05.05.2019 16:26
Den Spruch „Probieren geht über studieren“ nahm meine graue Katzendame Nero, in so mancher Hinsicht wörtlich, wodurch dann schon mal die eine oder andere skurrile Situation entstand. Die folgende Episode ist mir aber ganz besonders im Gedächtnis geblieben...

Wie alle Katzen liebte auch Nero Kartons über alles, deshalb hatte sie auch immer einen Karton zur Verfügung. Jedes Mal wenn ein neues Paket kam, wurde der alte Karton entsorgt, um den neuen und interessanteren Karton Platz zu machen. Eines Tages war es wieder soweit... Nach der Arbeit kam ich mit einem neuen Päckchen nach Hause. Nero war natürlich sofort zur Stelle, um nach zu sehen, was ich da wohl Neues ins Revier brachte. Nach einer äußerst kurzen Begrüßung, (schließlich muss Katze Prioritäten setzen... ;) ) hatte das Päckchen ihre vollste Aufmerksamkeit. Sie beschnupperte es ausgiebig, rieb das Köpfchen daran und machte mich schließlich mit einem leichten Kratzen darauf aufmerksam, dass ich doch endlich das Paket öffnen sollte. „Ja, ja. Ist schon gut, ich mach´s gleich auf!“ sagte ich zu Nero und holte eine Schere. Ein paar Minuten später war das Packerl geöffnet und Nero quasi mittendrin anstatt nur dabei... Der ganze Inhalt wurde von ihr genau untersucht und auf Spielqualität getestet. Erst danach, „durfte“ ich die Sachen heraus nehmen, um sie mir selbst anzusehen.

Als ich alles -selbstverständlich nur mit Nero´s Genehmigung- ausgepackt hatte, stellte ich Nero den neuen Karton auf den Boden, damit sie sogleich weiter damit spielen konnte. Den alten Karton, stellte ich anschließend zur Eingangstüre, um ihn am nächsten Tag in den Papiercontainer zu werfen. Danach bekam Nero ihr Fressen und ich bereitete das Abendessen für meinen Mann und mich zu. Kurz darauf hörte ich, wie der Karton bei der Türe umfiel. Ich ging hin, stellte ihn wieder auf und kehrte zum Herd zurück. Ein paar Minuten später, fiel der Karton erneut um. Wieder ging ich hin um ihn aufzurichten. Gerade als ich das Essen auf den Tisch stellte, krachte der alte Karton wieder um. Mein Mann meinte: „Lass nur, ich mach´ das schon.“ Während wir aßen, polterte es erneut. „Jetzt reicht´s mir. Nach dem Essen werde ich den Karton VOR die Türe stellen, dann kann er sooft er will, umfallen!“ sagte ich etwas angenervt zu meinem Mann. Als wir zu Ende gegessen hatten und das Geschirr abgeräumt war, fiel mir der mittlerweile unliebsam, gewordene Karton wieder ein. Ich ging zu Tür, schnappte mir den Karton und stellte ihn kurzerhand vor die Wohnung.

Kaum hatte ich die Wohnungstür geschlossen, bekam ich ein merkwürdiges Gefühl. „Wo ist Nero?“ dachte ich. Ich blickte mich um, doch von meinem Katzenmädchen fehlte jede Spur. Ich sah überall nach. „Was suchst Du denn?“ wollte mein Mann wissen. „Nero“ gab ich zur Antwort. „Die ist sicher auf einem ihrer Lieblingsplätzchen.“ meinte mein Mann. „Ich hab´ überall nach gesehen, sie ist nirgends!“ Ich rief sie immer wieder, doch Nero blieb verschwunden. Gemeinsam mit meinem Mann suchte ich weiter und es machte sich langsam Panik in mir breit. Plötzlich hielt ich inne und sagte zu meinem Mann: „Sie wird doch nicht hinaus gelaufen sein, als ich den Karton vor die Türe gestellt habe oder?“ und weiter „Nein, dass wäre mir ganz sicher aufgefallen...“ Noch bevor mein Mann etwas antworten konnte, hatte ich schon die Wohnungstür aufgerissen und rief: „Nero! Nero, komm zu Frauchen!“ Ich wartete ein paar Sekunden und in dem Moment als ich die Türe schließen wollte, rannte Nero in die Wohnung! Schnell schloss ich die Tür. „Ja, Nero! Was machst Du denn nur für Sachen?“ rügte ich sie sanft. Mein Mann lachte und meinte: „Da wollte wohl jemand ein großes Abenteuer erleben...“ Ich nickte und erwiderte lächelnd: „Das große Abenteuer hat aber nicht lange gedauert... Nur ein paar Minuten!“ Daraufhin brachen wir in Gelächter aus. „MIIIIIAAAUU“ erklang es plötzlich. Wir sahen zu Nero und sie miaute wieder laut. „Brauchst jetzt nicht beleidigt zu sein! Es ist doch die Wahrheit...“ sagte ich zu ihr. Trotzig sah sie mich an. „MIIAAUU!“ maunzte Nero abermals, stand auf und stolzierte, offensichtlich beleidigt ins Wohnzimmer. Einige Zeit später war sie aber wieder versöhnt und kuschelte sich zu mir auf die Couch. Alles war wieder in vollkommener Ordnung.
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