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Prinzessin Mysterys Wünsche

22.04.2018 06:10
Immer wieder hört man den Ausspruch „Eine Katze erzieht den Mensch, nicht umgekehrt“... Auf mich trifft diese Aussage voll und ganz zu, aber das macht mir nichts aus. Obwohl ich zugeben muss, die eine oder andere Sache hätte ich vielleicht nicht so lasch angehen sollen bzw. hätte ich nicht so nachgiebig sein sollen. Naja, man lernt bekanntlich nie aus... Nun möchte ich Euch eine dieser „Erziehungsgeschichten“ erzählen:

Es begann mit dem Einzug von Spirit und Mystery. Die beiden Fellnäschen waren zu diesem Zeitpunkt 12 Wochen alt und wie es für Katzen üblich ist, sehr neugierig. Alles musste beschnuppert, auf Spieltauglichkeit getestet und jedes Möbelstück erobert werden... In ihrem jugendlichen Eifer erklimmte Mystery eines Tages schließlich die Stufen zum Hochbett, dort machte sie es sich dann gemütlich und hielt ein Schläfchen. Nachdem sie sich ausgeschlafen hatte, wollte Mystery natürlich wieder hinunter, doch das war leichter gesagt als getan. Also begann sie - so laut sie konnte- zu miauen. Es dauerte nicht lange und ich hörte das Herz zerreißende mauzen. Sofort eilte ich zu ihr und „befreite“ sie aus ihrer misslichen Lage. Danach war meine und die Katzenwelt wieder in Ordnung. Ich wusste aus Erfahrung, dass die Beiden -genauso wie all meine anderen Katzen- die Sache mit dem Treppen steigen rasch lernen würden.

Einige Wochen später -ich putzte gerade die Küche- zerriss wieder ein Miauen die Ruhe. „Oh Gott, was ist los?“ dachte ich noch, während ich alles stehen und liegen ließ um ins Schlafzimmer zu eilen. Suchend blickte ich mich im Zimmer um, doch keine der Katzen war zu sehen. Sicherheitshalber machte ich einen Rund um Blick, doch es war alles vollkommen in Ordnung. Mit einem murmelnden „Da habe ich mich wohl verhört...“ wandte ich mich gerade zum gehen, als ich das Miauen wieder hörte. Nun rief ich: „Mystery! Spirit! Wo seid ihr denn?“ Dann lauschte ich, doch wieder war es still. Ich suchte und suchte, doch wie zuvor fand ich keine Katze. „Spirit! Mystey! Kommt doch her...“ rief ich lockend. Ein leises Miau erklang. Da fiel mein Blick auf das Hochbett. „Ja, klar! Warum war ich nicht gleich darauf gekommen!“ ermahnte ich mich selbst. Als ich oben angelangt war, sah ich Mystery. Vorsichtig näherte ich mich ihr und rief lockend ihren Namen. Doch kaum kam ich näher, lief sie bis ans Ende des Bettes, sah mich mit großen Kulleraugen an und miaute. Kaum berührte ich sie, schnurrte sie laut. Vorsichtig nahm ich sie hoch und brachte sie ins Wohnzimmer. Dort sah ich nach, ob sie sich vielleicht verletzt hatte, doch es gab keine Auffälligkeiten. Sicherheitshalber beobachtete ich sie noch den restlichen Tag, aber alles war glücklicherweise in Ordnung.

Am folgenden Abend, hatte ich es mir mit meinem Mann auf der Couch gemütlich gemacht und sah wir sahen uns einen Krimi auf DVD an. Spirit schlief neben mir und ich dachte, dass Mystery wohl auch selig schlummern würde. Gerade als der Held des Filmes ein düsteres Haus betrat und sich die Spannung immer mehr steigerte, ertönte ein lautes Miau aus dem Badezimmer. Wie von der Tarantel gestochen für ich hoch. So schnell ich konnte lief ich ins Bad um nach dem Rechten zu sehen. Doch da war alles in bester Ordnung: Mystery saß in der Badewanne, sah mich erwartungsvoll an und als ich sie berührte schnurrte sie aus voller Kehle. „Na, was soll denn das Maunzen? Es ist doch alles ok!“ sagte ich und bekam ein leises Miau als Antwort. Ein Weilchen streichelte ich sie und ging dann zurück ins Wohnzimmer. Da nun wieder Ruhe und Frieden eingekehrt waren, machte ich mich daran den Film weiter zu schauen. Kaum hatte ich es mir wieder bequem gemacht, erklang wieder das Miau aus dem Bad... Ich stand also nochmals auf um nach dem Rechten zu sehen, doch es war wieder Fehlalarm! Als ich mich hinsetzte, sagte mein Mann zu mir: „Ist alles in Ordnung?“ Ich nickte und er sprach weiter: „Die Sache erinnert mich, an die Kinder als sie noch klein waren...: Da haben sie ja auch gerufen obwohl alles in Ordnung war! Sie wollten damals nur Aufmerksamkeit und im Mittelpunkt stehen! Vielleicht ist das bei Mystery ja auch der Fall...“ In diesem Moment wurde mir alles klar! Vor kurzem hatte ich über dieses Verhalten bei Katzen gelesen und darüber geschmunzelt, weil es mir fremd war. Doch jetzt lernte ich, dass Katzen für jede Überraschung gut sind... Ich sah meinem Mann an und sagte: „Du hast recht, sie will wie ein kleines Kind bzw. wie eine Prinzessin die vollste Aufmerksamkeit ihrer Umgebung für sich. Ganz nach dem Motto: Ein volle Portion Aufmerksamkeit ist nicht genug...“ Mein Mann nickte zustimmend und meinte lachend: „Das Personal hat ihrer Hoheit schließlich rund um die Uhr zu Willen zu sein und kann nicht einfach tun und lassen was es will... Das brächte ja die ganze Hierarchie durcheinander! Wo kämen wir da nur hin?“ In diesem Moment erklang wieder ein forderndes Miau aus dem Bad. Ich prustete vor lachen los, stand dann auf und ging mit einem breiten Grinsen Richtung Badezimmer um ihrer Hoheit zu Diensten zu sein... :D

Tja, dies ist nur ein Erlebnis von vielen, als „Dosi-Personal“ an einem Katzenhofstaat. Meine Erfahrung ist bisher: Mystery ist und bleibt eine Prinzessin, die genau weiß wie man das ausgesuchte Personal auf Trab hält und beschäftigt, denn sonst könnten die Untergebenen auf merkwürdige Ideen wie „Einfach nur da sitzen“ oder so kommen... und das ist sicher nicht im Sinne einer Katzenprinzessin...:D
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