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Spirit und Mystery und der zwitschernde Zaungast - Royals auf 4 Pfoten Katzenblog

Spirit und Mystery und der zwitschernde Zaungast

24.03.2019 10:45
Jeder Katzenhalter weiß, dass die Lebensdauer der Katzenausstattung stark begrenzt sein kann, vor allem bei sehr lebhaften Katzen. Da Mystery und Spirit in diese „Katzenkategorie“ fallen, beschlossen mein Mann und ich, dass die Katzengitter/Katzennetze an den Fenstern erneuert und vor allem verstärkt werden mussten. Also wurde rasch das nötige Material eingekauft und am darauf folgenden Tag sollte es -beginnend mit dem Küchenfenster- mit der Neugestaltung auch schon los gehen.

Während sich mein Mann am nächsten Tag an den Bau der neuen Katzengitter machte, erledigte ich den Einkauf. Als ich nach einiger Zeit zurück kam, waren die Arbeiten für das erste Gitter bereits in vollem Gange. Auf meine Frage, ob ich helfen könne, verneinte mein Mann und ich widmete mich anderen Dingen. Neugierig wie ich nun mal bin, (in diesem Punkt stehe ich meinen Katzen in nichts nach ;-) ) wollte ich wissen, wie weit die Arbeit an dem Katzengitter fortgeschritten war. Ich freute mich riesig, als ich sah, dass es schon fertig war und für die Montage am Fenster bereit lag. „Soll ich Dir vielleicht jetzt helfen?“ fragte ich meinen Mann. „Ja, gern, denn das Einhängen der Gitter ist sehr schwierig und da würde ich Hilfe benötigen.“ Ich nickte und hielt mich bereit, um die notwendige Hilfestellung geben zu können. Während mein Mann das alte Gitter demontierte, bemerkte ich wie Spirit in den Raum kam. Geduckt -mit dem Bauch fast den Boden aufwischend- schlich er langsam an mir vorbei, um zu seinem Platz auf der Eckbank zu gelangen. Dort angekommen, beobachtete er das Geschehen mit Argusaugen.

Es dauerte nicht lange und das alte Fenstergitter war abmontiert. Danach machten wir uns sogleich daran das neue Gitter in die Verankerung einzuhängen um es anschließend befestigen zu können. Währenddessen zogen immer wieder ein paar Spatzen (Haussperlinge) am Fenster vorbei, welchen wir aber keine weitere Beachtung schenkten. Nicht so, aber Spirit! Mit einem großem Satz sprang er auf die Fensterbank auf das unbefestigte Gitter zu... Obwohl total erschrocken, schafften wir es zum Glück gerade noch das Fenstergitter mitsamt wild gewordenem Kater zu halten. Daraufhin nahm ich Spirit hoch, brachte ihn ins Wohnzimmer und kehrte daraufhin in die Küche zurück. Inzwischen hatte mein Mann, das neue Fenstergitter schon in Position gebracht, es fehlten nur noch die abschließenden Befestigungsmaßnahmen. „Ich finde, wir haben uns eine kleine Kaffeepause verdient, oder?“ sagte ich. „Oja, ein guter Kaffee wäre jetzt ganz toll, aber zuvor mache ich noch das Fenster zu...Sicherheitshalber!“ meinte mein Mann. Ich nickte und machte mich daran den Kaffee herzurichten. Während wir gemütlich beim Kaffee saßen, sahen wir Spirit -dicht gefolgt von Mystery- erneut in die Küche kommen. Plötzlich sprangen die Beiden mit zwei Sätzen auf die Fensterbank und tapsten wild auf den Scheiben herum. „Spirit! Mystery! Lasst das!“ maßregelte ich die Beiden, doch sie hörten nicht auf. Ganz im Gegenteil, sie tapsten noch wilder gegen das Glas als zuvor. „Hört auf! Was soll das?“ wiederholte ich nun etwas genervt, obwohl ich wusste, dass dies nichts bringen würde... Schließlich stand ich auf, um die Beiden vom Fenster weg zu bringen. Kaum hatte ich die Katzen auf den Boden gesetzt, als sie gleich darauf wieder hinauf sprangen. Mit den Worten: „Das gibt es ja nicht! Was ist plötzlich so interessant da draußen?“ setzte ich die Beiden wieder auf den Boden. Mystery lief ins Wohnzimmer. Spirit hingegen, blieb hartnäckig und hüpfte wieder auf die Fensterbank. „Jetzt reicht es aber!“ meinte mein Mann, stand auf, schob Spirit etwas zur Seite und sah aus dem Fenster.

Auf dem ersten Blick sah er nichts auffälliges, allerdings auf den zweiten Blick... „Schnell, komm her! Das glaubst Du nicht!“ rief mein Mann. Rasch kam ich ans Fenster und traute meinen Augen kaum: Da saß innerhalb des Gitters ein kleiner Spatz und ein zweiter außerhalb! Während wir die Szenerie bestaunten, pfötelte Spirit wild gegen die Scheiben. „Wir müssen dem Vogerl helfen!“ sagte ich. „Ja, aber wie am besten? Spirit ist voll auf dem Jagdtrip und Mystery ist auch nicht zu unterschätzen! Wir können nicht gleichzeitig das Gitter wieder entfernen und die Katzen fern halten...“ meinte mein Mann. Er hatte recht! Es musste eine Ablenkung her, aber welche? Während wir überlegten, saßen die zwei Spatzen unverändert an ihren Plätzen. Während ich die armen Vögelchen beobachtete, hatte ich schließlich eine Idee: Minzekissen! Schnell holte ich zwei Minzekissen aus dem Schrank, öffnete sie und bot sie Spirit an. Sofort nahm er eines in Beschlag und spielte voller Eifer damit. „Schnell, jetzt!“ sagte ich zu meinem Mann. So rasch es ging, öffnete mein Mann das Fenster und hob das noch nicht fixierte Gitter hoch. Ich sah zwischen den Spatzen und Spirit hin und her. „Höher! Du musst es etwas höher anheben! Schnell!“ drängte ich meinem Mann. „Ich mach ja so gut es geht!“ entgegnete er. In diesem Moment bemerkte Spirit das Täuschungsmanöver, lief auf das Fenster zu und setzte zum Sprung an. Zeitgleich hatte mein Mann es geschafft, dass Gitter so hoch zu heben, sodass das Vögelchen in die Freiheit hinaus fliegen konnte. Schließlich flog es gemeinsam mit dem zweiten Spatz davon. Sogleich verschlossen wir das Fenster wieder. Gerade rechtzeitig, denn Spirit war bereits auf der Fensterbank angelangt. Ganz nervös schaute er durch die Glasscheiben, doch da war nichts mehr was es zum jagen gab...

Zum gelungenen Ausgang dieses kleinen Abenteuers, genehmigten mein Mann und ich uns noch einen weiteren Kaffee. Während wir es uns wieder gemütlich gemacht hatten, saß Spirit noch immer beim Fenster und starrte hinaus. „Na, da haben wir Dich aber schön getäuscht, Süsser!“ sagte mein Mann lachend in Spirits Richtung. Ich musste ebenfalls lachen. Da wandte er sich plötzlich um, sah uns bitter böse an und stolzierte davon... Die abschließende Montage des Gitters klappte reibungslos und ohne weitere Vorkommnisse. Allerdings war Spirit derart beleidigt, dass er uns den Rest des Tages keines Blickes mehr würdigte und auch Mystery schien mit ihrem Bruder solidarisch zu sein, denn auch sie ignorierte uns gekonnt... Doch als ich die Leckerlidose zur Hand nahm, war aller Katzenstolz vergessen und beide Fellnäschen kamen angerannt, um einen Happen zu ergattern. Nach ein paar Leckerlis, vergaben uns die beiden schließlich und die Welt war wieder in Ordnung. Nun ja, hier zeigte der Spruch „Liebe geht durch den Magen“ seine volle Wirkung... :D
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