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Wie ich auf die Katze kam - Royals auf 4 Pfoten Katzenblog

Wie ich auf die Katze kam

02.09.2018 07:37
Wie so oft im Leben liegen Glück und Unglück ganz dicht bei einander… diese Erfahrung konnte ich im Laufe der Zeit als „Katzenangestellte“ immer wieder machen. Meine Familie wurde immer von Katzen begleitet und so war es dann nur natürlich, dass auch ich eine eigene Katze wollte. Als ich etwa 5 Jahre alt war, erfüllten mir meine Eltern diesen Wunsch. Wir fuhren in ein nahe gelegenes Tierheim und ich durfte mir eine Katze aussuchen. Die Wahl fiel auf eine dreifärbige Katzendame namens Minki (obwohl ich eher glaube sie hat mich/uns ausgesucht als wir sie…). Auch wenn wir nur kurze Zeit miteinander verbringen durften, so hat sie doch große Pfotenabdrücke in meinem Herz hinterlassen…

Mein Kater Schnurli war eine Osterüberraschung meiner Eltern und meiner Großmutter. Ich erinnere mich an dieses Osterfest als wäre es gestern gewesen… Alles war von den Erwachsenen genau geplant und vorbereitet worden: In der Wohnzimmermitte -umringt von kleinen Osternesterln- sollte in einem großen Korb Schnurli sitzen und auf mich warten. Nach dieser Überraschung würde schließlich das eigentliche Osterfest gefeiert werden; so hatten es sich jedenfalls die Erwachsenen gedacht. Tja, hierzu kann ich nur sagen: „Wie man plant und denkt so kommt es nie…“ Letzten Endes lief es so ab: Ich öffnete die Tür und erblickte ein wahres Osternestchaos und mitten drin saß der 8 Wochen alte Kater! Er hatte beschlossen, sich die Wartezeit mit Spielen etwas zu verkürzen und die verpackten Schokoeier raschelten und rollten doch so schön durch das ganze Zimmer… Als ich das kleine Fellknäuel streichelte, fing er laut zu schnurren an und so hat Schnurli nicht nur gleich seinen Namen bekommen, sondern sich auch einen Platz in meinem Herz und Leben erschnurrt...

Feli, mein wunderschöner rot-getigerter Kater eroberte zuerst meinen Vater mit seinem Charme und anschließend die ganze Familie. Feli wurde auf einem Bauernhof geboren und besaß -wie seine Geschwister auch - einen ausgeprägten Willen. Dies äußerte sich besonders in der Auswahl des zukünftigen Halters/Halterin... In Felis Fall hat es sich so zugetragen: Als mein Vater seinen Besuch auf den Bauernhof beendet hatte, erblickte er einen kleinen roten Kater und sah ihn beim spielen zu. Die Bäuerin bemerkte dies und meinte: „Dieser Kater ist so stur, der möchte sicher bei uns bleiben...“ Auf den fragenden Blick meines Vaters erzählte sie ihm, dass alle Vermittlungsversuche gescheitert waren, denn der Kater tat jedes Mal sein Bestes um die Interessenten in die Flucht zu schlagen. Einmal hüpfte er in einen riesigen Kuhfladen und stank dementsprechend, ein anderes Mal versteckte er sich stundenlang im Heu usw. Mein Vater lachte, öffnete die Autotür und wollte sich gerade ins Auto setzen; als er plötzlich den roten Kater auf dem Autositz sah. Er nahm ihn hoch und setzte das Katerchen in die Wiese zurück. Doch wieder hüpfte dieser ins Auto und mein Vater hob ihn wieder raus. Dieses Spiel ging noch eine ganz Weile, bis die Bäuerin schließlich meinte: „Ich glaube er hat sich soeben für Dich und Deine Familie entschieden...“ Mein Vater überlegte kurz, nahm den nächstbesten Karton und setzte Feli hinein. So kam dieser eigensinnige, aber überaus liebenswerte Kater zu mir. Er war gekommen um zu bleiben...

Viele Jahre später trat Nero in mein und das Leben meiner Familie und eroberte uns im Sturm. Sie war das jüngste Kätzchen in ihrem Wurf und es hatte sich niemand gefunden, der ihr ein zu Hause geben wollte... So wurde ich gefragt ob ich nicht ein Plätzchen für sie hätte. Ich überlegte gemeinsam mit meinem Mann und wir beschlossen uns das Kätzchen mal unverbindlich an zu schauen... Zuvor kaufte ich noch allerhand Katzensachen ein und auf die Frage meines Mannes: „Ich dachte, wir schauen nur!“ Entgegnete ich ein einfaches „Ja, ja natürlich...“ Schließlich war es soweit. Als wir den Raum betraten sahen wir zuerst nur ihre Geschwister, welche bereits alle vergeben waren. Schließlich entdeckten wir sie: Total schüchtern saß sie in einer Ecke und schaute ihren Schwestern und Brüdern beim spielen zu. Die Halterin erklärte uns, dass Nero von den anderen Kätzchen gemobbt würde, da sie die kleinste und schwächste im Wurf war. Vorsichtig näherte ich mich der Kleinen und hob sie hoch. Als sie mich mit ihren treuherzigen Augen ansah und ihr Pfötchen hob um mich zu berühren, hatte sie sich sofort einen besonderen Platz in meinem Herz erobert und mir gezeigt wie kostbar jede Minute des Lebens ist...

Eine Woche nachdem Nero (mit 1 ½ Jahren) über die Regenbogenbrücke ging, brachte ihre Mutter, Spirit und Mystery auf die Welt. Obwohl mir der Verlust von meiner geliebten Nero weh tat, so hatte ich doch das eindringliche Gefühl, dass ich ihre Geschwister unbedingt sehen müsste... Als ich im Haus der Halterin angelangt war und wir eine Weile miteinander geplaudert hatten führte sie mich zu den Kätzchen. Eine ganze Weile stand ich nur daneben und sah mir die süßen, verspielten Katzen an. Als plötzlich Spirit auf mich zu tapste... vorsichtig nahm ich ihn hoch, streichelte ihn und wollte ihn gerade in das Körbchen setzen, als ich Mystery sah. Mit großen Kittenaugen sah sie mich an, als wolle sie sagen: „Du nimmst ihn sicher mit... und was ist mit mir?“ Von diesem Augenblick war klar, dass ich die Beiden bald zu mir nach Hause holen würde! Als ich die Beiden abholte spürte ich intensiv wie nahe Glück und Unglück eigentlich beieinander liegen. Ich hatte etwas verloren, aber gleichzeitig habe ich auch soviel wieder bekommen: Zwei wunderbare Katzen, die mein Leben auf die wunderbarste Art und Weise bereichern...
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